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Indian Summer im Dixie National Forest
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Aufstehen wie immer. Unterschied: Es ist schweinekalt. Meine Füße sind Eisklötze, die amerikanische Art, Betten zu beziehen ist da nicht förderlich (Decke unten am Fußende unter die
Matratze geklemmt). Die heiße Dusche hilft. Wir fahren zum Frühstücken wieder die 5 Meilen zu unserem Restaurant von gestern abend. Auch das Frühstück ist gut.
Danach sprechen uns die Texaner aus der Hütte neben uns an – unser Auto hat ein texanisches Kennzeichen. Wir unterhalten uns eine Weile, sie geben uns noch ein paar Tipps, u.a. sollen wir
Cedar Breaks mitnehmen, das Laub hätte sich da schon verfärbt.
Wir geben den Schlüssel beim Chef ab, dann geht es los. Die Landschaft ändert sich radikal mit der Höhe. Waren wir an der Cabin auf etwa 2050m, so sind wir schnell auf über 2500m. Auch hier hat sich
das Laub schon verfärbt. Viel Wald, willkommenes Grün nach all’ den vielen roten Steinen. Der Wald zieht sich bis auf unsere höchsten Höhen im Dixie National Forest auf über 2900m Höhe. Selbst
Kühe lässt man hier oben weiden. Dazu tolle Aussichten vom Scenic Byway Hwy 12 auf die Landschaft. Bis zu den La Sal Mountains bei Moab kann man sehen.
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Blick vom Hogback
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Dann geht der Highway über den so genannten Hogback, eine geologische Auffaltung südlich von Boulder. Die Straße fällt rechts und links steil ab, was man aber leider schlecht in Bilder
dokumentieren kann. Jedenfalls recht eindrucksvoll. Die Texaner hatten uns am Morgen auch schon davon berichtet.
Wir kommen zügig voran, durch wechselnde Landschaften, alle viel grüner als in den letzten Tagen. Das ändert sich auch nicht richtig, als wir Canonville
erreichen. Hier geht die Straße nach Süden zum Cottonwood Canyon Drive ab und zum Kodakchrome Basin State Park, einem Utah State Park, in den man noch $6 pro Auto Eintritt zahlen
muss – der Beautiful America Pass gilt in den Utah State Parks nicht.
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Kodachrome Basin State Park: Shakespeare Arch Trail
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Im Park selbst sticht die Sonne, quasi keine Wolke am Himmel, und auch kein Dunst – der Himmel ist tief blau und filtert die immer noch hoch stehende Sonne kaum. Es lebe die Klimaanlage im Auto… nach dem wir erst den
Chimney Rock besuchen machen wir danach drei kurze Trails: den Shakespeare Arch Trail zu einem kleinen Arch (der Weg dahin ist lohnender als der Arch selbst), dann den Nature Trail
(0,5 Meilen, mit Betonplatten ausgelegt, so dass selbst Rollstuhlfahrer ihn „abwandern“ können, und den Angels Palace Trail, der Broschüre auch eine halbe Meile lang sein soll,
aber unbefestigt ist – und wir irgendwie den rechten Weg nicht finden. Gefühlt sind wir viel mehr gelaufen, z.T. ging es steil bergan. Irgendwann kommt es uns komisch vor, und wir gehen wieder zurück- die
Broschüre hatten wir im Auto liegen gelassen,
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Kodachrome Basin State Park: Nature Trail
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später stellen wir fest, dass wir eigentlich fast alles richtig gemacht haben, nur haben wir mangels Wegweiser zum Abstieg nicht getraut und sind den Weg einfach wieder zurückgelaufen. Den Eagle View Trail
, den wir am Anfang machen wollten, konnten wir nicht laufen – wegen Restaurierung des Weges geschlossen wie wir hinten am Parkplatz feststellen mussten.
Wir fahren mit ein paar Stopps hinaus aus dem Park, kurz auf die Cottonwood Canyon Road – wir wollen noch zum Grosvenor Arch. Als wir aber feststellen, dass der noch 9 Meilen Schotter
entfernt ist, kehren wir um (hin und zurück sind das schon 18 Meilen, und bei den Straßenverhältnissen ist das schon eine ordentliche Tour).
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Blick vom Angels Palace Trail
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Dann geht es schnurstracks zum Bryce Canyon. Wir fahren gleich in den Park. Nach dem Visitor Center fahren wir erst zum Inspiration Point, dann Sunset Point und zum Schluss zum Sunrise Point
, wo wir den Sonnenuntergang erleben möchten. Dank einer kleiner, sehr langsam ziehender Wolken vor der Sonne fällt uns die Bestimmung des geeigneten Ortes nicht leicht. Irgendwie will sich das passende
Licht nicht einstellen. Zweifel überkommen uns. Sind wir am falschen Punkt? Als die Sonne kaum noch über den Rand des „Canyons“ kommt, packen wir ein und beschließen, im Hotel noch etwas zu recherchieren.
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Bryce Canyon Sunset am Sunset Point
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Im Internet am Hotel-PC stellen wir nach dem Essen im Restaurant des Motels fest, dass wir am richtigen Punkt waren. Sogar fast auf den Meter, verglichen mit den Bildern von Andreas. Von dort hatte uns allerdings ein
Ranger vertrieben, der nicht mochte, dass wir so nahe am Abgrund stehen. Mir doch egal… auch die Punkte, die wir danach angesteuert haben, waren nach Ansicht von Andreas’ Bildern okay… vielleicht waren einfach
die zwei blöden Wolken zur falschen Zeit am Himmel. Nun ja, morgen haben wir noch einen Versuch…
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