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Der Glen Canyon Dam
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Wir stehen wieder kurz nach 7 Uhr auf. Da es in unserem Motel 6 kein Frühstück gibt, fahren wir zu einem Mexikaner nach Page rein. Der Kellner scherzt ein wenig mit uns („here’s your Coffee
with Tequila“ – der Spruch ist aber eher platt, das macht er mit jedem, der herein kommt). Das Burrito ist gut, nur die Hash Browns haben wohl keine Pfanne gesehen, sie sind mehr oder weniger
roh. Aber auch hier ist der Kaffee gut.
Wir kaufen dann noch in einem Safeway nebenan ein paar Getränke, checken dann bei Antelope Canyon Tours noch mal den Plan für unsere „Extended Photo Tour
“. Jaja, 11:30 Uhr, wir zahlen schon mal und sollen um 11:10 Uhr da sein – die Jeeps würden gern mal früher fahren… okay, denken wir.
Die verbleibenden 1,5 Stunden verbringen wir am Glen Canyon Dam und im daneben liegenden Visitor Center. Kurz nach 11 Uhr sind wir da und um 11:20 Uhr geht es dann auch los zum Canyon auf einem
offenen Jeep, 12 Leute an Bord. Als es nahe den Fabrikschloten bei Page runter vom Highway 98 in den Antelope Creek geht wird es ruppig. Der Jeep ächzt im Sand des Creeks, und die Wellen lassen
die Wirbelsäule vor Schreck zusammenzucken. Nach etwa 20 Minuten sind wir am Eingang des Upper Antelope Canyons.
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Light Beam im Upper Antelope Canyon
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„Chasing light beams“ heißt nun das Motto. Die nächsten Minuten sind hektisch, denn die Beams im Upper Antelope Canyons sind nur für wenige Minuten zu sehen, es sind viele Leute im Canyon, er ist
eng, und alle wollen ihr Bild von den Beams. Es ist schon ziemlich hektisch, aber mir gelingen ein paar sehr ordentliche Bilder der Lichtstrahlen.
Später während der rund zwei Stunden im Canyon (die übrigens wie im Flug vergehen!!) wird es ruhiger, man hat mehr Zeit, jagt keine Beams mehr und kann auf die Jagd nach Farben und Formen
gehen – was aber auch nicht ganz leicht ist. Dazu viel Sand – nach kurzer Zeit knirscht es nicht nur im Stativ, sondern auch im Zoom-Ring des Objektivs. Ich will auch erst gar nicht das Objektiv
wechseln, später entscheide ich mich doch dafür und wechsle unter aller Sorgfalt vom 12-24 auf mein Brot-und-Butter Objektiv, das 17-55 – was ich nicht bereue.
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Colours of the Canyon
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Gegen 13 Uhr fängt es an zu donnern… Grund zur Sorge? Keiner wird hektisch, obwohl ich die Geschichte einer Flash-Flood aus dem Jahr 1997 im Hinterkopf habe, als fast 20 Menschen im
Lower Canyon zu Tode kamen. Aber so wild ist diese eine Wolke wohl eher nicht, die Guides bleiben unbeeindruckt.
Um 13:30 Uhr ist die Tour für uns dann zu Ende, wir werden zurück nach Page gefahren, Matthias kauft noch ein T-Shirt im Gift-Shop des Veranstalters, dann gehen wir in den Columbia Outlet
neben an. Die haben nette Hiking-Schuhe dort, im Ausverkauf für $49. Wenn ich nicht gerade zu Hause welche gekauft hätte…
Weiter geht es zum nächsten Höhepunkt, dem Horseshoe Bend. Kurz außerhalb von Page geht es vom Hwy 89 runter. Von dort aus muss
man über eine Anhöhe laufen, ca. 500 Meter über Sand. Dann steht man vor dem Abgrund und blickt auf den Colorado-River, der sich
hier grün als Flusschleife zeigt – großartig. Unten fahren hin und wieder die River-Rafting-Boote, die winzig erscheinen. Ich wage mich mehrfach direkt an den Abgrund – was tut man nicht alles für gute Bilder…
Später fahren wir noch mal in Richtung Wahweap Marina. Die Abfahrt verpassen wir zunächst, fahren dafür auf den Wahweap Viewpoint. Dann fahren wir zurück, und lassen uns zunächst von den
Eintrittpreisen ($15 pro Fahrzeug) beim Zugang zur Marina abschrecken, lesen dann aber in meinem Reiseführer, dass man mit dem „Beautiful the America Annual Pass“ reinkommt – den haben wir.
Also los… wir machen an einigen Scenic Views Halt und fahren dann bis zur Marina.
Auf dem Rückweg zum Motel stocken wir noch mal im Safeway die Biervorräte für den späteren Abend auf. Nach dem Duschen machen wir uns auf zu dem
anderen Mexikaner, den wir gestern gesehen hatten. Er ist recht voll – eigentlich immer ein gutes Zeichen. Und so ist es auch. Fajitas de Pollo, dazu ein Corona.
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Lake Powell und Wahweap Marina
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Ungelogen das Beste, was ich bei einem Mexikaner je gegessen habe… und dazu nicht mal teuer. Wir gehen (inklusive Tip) mit $47 Dollar raus. Da kann man nicht meckern… dann ab in unser Motel 6,
Reisebericht tippen bei einem Bier.
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