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© 2003-2020
Uwe Logemann

Letzte Änderung:
21.02.2020

14360 Zugriffe
Seit: 31.7.2003
 

Trondheim-Molde

TrondheimHerrliches Wetter morgens in Trondheim - es ist sonnig und schon fast warm. In diesen paar Tagen ist Trondheim merklich grüner geworden. Wir laufen in die Stadt hinein und schießen bei dem schönen Wetter viele Bilder.

Es lohnt sich im alten Trondheim die kleinen Gässchen zu besuchen und auch einmal in die Winkel zu sehen. Viele alte Holzhäuser, oft reich verziert, manchmal mehr, andererorts  weniger gut erhalten.

Studenten prägen hier im alten Teil das Bild. Und so gibt es hier auch viele Cafés und Ateliers.

Das alte Viertel von TrondheimDass Trondheim noch so viele alte Häuser hat (auch wenn neulich wieder einmal zwei Ecken abgebrannt sind, Holzhäuser sind eben immer brandgefährdet) liegt daran, dass die deutschen Truppen die Stadt im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört haben. Andere Städte hatten dieses Glück nicht, und so können wir uns kaum beschweren, dass viele Städte im Norden etwas gesichtslos wirken.

Als wir zum Hafen zurückkommen, liegt dort die MS Nordlys vor Anker. Kurz nach 10:00 Uhr machen wir uns durch den Trondheimfjord auf in Richtung Kristiansund. Viele Rundreisepassagiere haben das Schiff in Trondheim bereits verlassen, das Ende der Reise morgen mittag nähert sich unaufhaltsam. TrondheimErste Wehmut macht sich breit, und man spürt wie leer das Schiff jetzt schon ist.

Während ich dann so über Deck 7 und 8 schlendere passiert es: Ich sehe ein ganze Gruppe von Walen. Zunächst denke ich, es seien die üblichen Schweinswale, denn auf die Entfernung wirken sie so klein. Mein Vater ist eine halbe Bootslänge entfernt. Bei dem Lärm des Schiffes also keine Chance, ihn durch Rufen darauf aufmerksam zu machen. Also halte ich die Kamera drauf. Ein Bild gelingt, und die Überraschung ist: Es sind Schwertwale!

Danach gelingt mir dort aber keine Sichtung mehr. Die Schule umfasste meiner Meinung nach etwa 10 Tiere.

USchwertwal im Trondheimfjordm 16:45 Uhr gehe ich noch einmal für einen Ausflug von Bord. Es geht von Kristansund nach Molde. Nach der Kargheit des Nordens kommt einem die Insel Averøya wie das grüne Paradies Norwegens vor. Bäume, kleine Wälder, Wiesen, Schafe, Seen, saftiges giftgrün leuchtendes Gras.

Leider wird nun das Wetter schlechter. Als wir die Atlantik-Küstenstraße (Atlanterhavsveien) erreichen, hängen in Richtung Molde schon schwere Wolken über den Bergen. Auf dem Weg ins Fischerdorf Bud fängt es dann an zu regnen. Wir stoppen an einer Fischkneipe und haben da eine Dreiviertelstunde Aufenthalt. Normalerweise hätte man sich dieses hübsche Dörfchen in aller Ruhe ansehen können, aber es gießt in Strömen. Erst kurt vor der Weiterfahrt ergibt sich die Möglichkeit, auf den Hügel über den Möwen zu kletDas Fischerdorf Budtern, wo Kanonen aus dem zweiten Weltkrieg stehen. Dort kann ich noch ein paar Bilder schießen - auf dem Weg zurück werde ich schon wieder etwas nass.

Kurz nachdem wir wieder losgefahren sind, hellt es sich am Horizont schon wieder auf. In Molde angekommen werden die Rømsdalsalpen von der tiefstehenden Sonne angeleuchtet. Leider können wir keinen Fotostopp einlegen.

Als wir am Kai ankommen, läuft auch schon die MS Finnmarken ein. Es hat schon etwas mächtiges, majestätisches, wenn dieses Schiff nicht gerade langsam, aber trotzdem schleichend, auf die Mole zugleitet.

AMoldels ich wieder an Bord alleine am Tisch sitze, kommt eine ältere Dame von Nebentisch auf mich zu und fragt auf englisch, ob ich alleine wäre und nicht lieber zu ihnen kommen wolle. Die Einladung nehme ich gerne an. Ein Ire, der Rest kommt aus den Vereinigten Staaten. Zum Teil aus Michigan, eine Dame dort aus Frankfort/Michigan. Der eine Herr ißt sein Steak (Sonderwunsch, alle anderen bekommen Lachs) derart langsam, dass wir die letzten im Speisesalon sind und irgendwann von den Bedienungen quasi hinauskomplimentiert werden. Ich kann es verstehen. Auch ich wäre lieber schon aufgestanden, aber ein gewisser Anstand verbieten mir das. Wenn er nicht zuhört, haben wir auch schon mal darüber gewitzelt... Bevor wir quasi hinausgeworfen wurden, gab es noch ein Ständchen der Bedienungen für einen Geburtstag am Nebentisch und für ein Pärchen an meinem Tisch.

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