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24.01.2010

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Von Yakima nach Packwood

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Der HW 12 hinter Yakima

Der HW 12 hinter Yakima

So gut wie wir gehofft hatten, ist das Frühstück im Quality Inn dann doch nicht: Der Kaffee verdient den Namen nicht, quasi ungenießbar - er ist viel zu dünn und mit einem komischen Beigeschmack. Die Scrambled Eggs kommen aus der Tüte und haben einen seltsamen Pseudo-Buttergeschmack - sehr künstlich. Dafür ist der O-Saft gut und auch die Waffeln sind okay. Gut dass der Mexikaner von gestern abend noch nachwirkt, da ist der Hunger nicht so groß.

Nach ein paar Bildern vom Motel geht es los. Am Interstate 82 begegnen man immer wieder den Zeugen, dass man hier mitten durch ein riesiges Obstanbaugebiet fährt. Schilder mit “Peaches / eat me” usw. säumen den Straßenrand. Kurz hinter Yakima verlassen wir den Interstate und folgen wieder dem HW 12, der uns schon seit Lolo verfolgt und uns auch weiterhin immer wieder begegnen wird.  Über Rimrock steuern wir den Südeingang des Mount Rainier Nationalparks an. Der 4392 Meter hohe Mt. Rainier ist wie sein seit dem Ausbruch 1980 berühmtes Pendant Mount St. Helens ein Vulkan und steht weithin sichtbar vor den Toren Seattles. 70 Meilen sind es noch vom Mount Rainier bis dorthin, und sowohl von Yakima als auch von Seattle aus kann man ihn bereits sehen.

Der Mt.Rainier - unser erster Kontakt aus der Nähe

Der Mt.Rainier - unser erster Kontakt aus der Nähe

Heute jedoch versteckt er sich lange Zeit vor uns. Nicht dass das Wetter schlecht wäre und er sich wie angeblich die meiste Zeit in Wolken hüllen würde - nein, die Sonne strahlt und wir haben ihn ja auch schon von Yakima aus ganz in der Ferne gesehen, aber die Berge davor verdecken ihn lange Zeit. Gegen 10 Uhr Ortszeit ist es dann soweit - plötzlich liegt er vor uns. Majestätisch ragt er hinauf in den tiefblauen Himmel, jeden Blick unwiderstehlich auf sich ziehend. Er ist noch einige Meilen weg, aber dennoch muss man schon hoch in den Himmel sehen, um den 4392m hohen Gipfel zu erspähen. Man, was müssen wir brav gewesen sein in den letzten Tagen. Immer wieder liest man, dass man Mount Rainier auslassen soll, wenn er sich wie meist in Wolken hüllt, da man dann nicht viel davon hätte. Aber wir werden etwas davon haben, das Wetter ist gigantisch und auch über einige Meilen Entfernung sind Details noch recht klar erkennbar.

Das Jackson Visitor Center

Das Jackson Visitor Center

Vom HW 12 biegen wir auf den HW 123 und erreichen dann nach wenigen Meilen den Eingang zum Park. Heute wollen wir dann erst einmal den südlichen Teil bis Longmire abfahren, um dann morgen von Packwood aus, wo wir heute abend hinkommen, erneut in den Park und dann über den HW 410 in Nordrichtung aus dem Park hinaus nach Seattle zu fahren.

Gleich hinter dem Eingang liegt der Grove of the Patriarchs. Wenn man viel Zeit hat, kann man hier einige Trails in einen alten Urwald abgehen. Hier unten stehen einige steinalte Bäume in einem kleinen Areal und man fühlt sich unversehens in einen Märchenwald versetzt und wartet eigentlich nur noch auf das Auftauchen der Elfen. Kleine Mäuschen und anderes Getier kreuzt hier dauernd den Weg, nur ist es zu dunkel und die Viecher zu flink, als dass man ihr digitales Abbild auf das Microdrive bannen könnte. Einige Versuche misslingen.

Mt.Rainier

Mt.Rainier

Als nächster Stopp liegt der Box Canyon auf der Route. Von der Brücke aus kann man in entgegengesetzter Richtung zum Mount Rainier den nächsten Vulkanberg erkennen, den Mount Adams. Auf dem Weg hinauf in Richtung Paradise begegnen uns zwei Amerikaner, mit denen wir über Matthias’ T-Shirt ins Gespräch kommen - er hat ein Hawaii T-Shirt an und die beiden kommen aus Hawaii. Und so wechselt man einige Worte und sie machen noch ein Bild von uns mit meiner Kamera, bevor wir wieder in die Autos steigen.

Am Louis Lake vorbei kommt man zu den Reflection Lakes, die ihren Namen nicht umsonst tragen. Bei Windstille und gutem Wetter spiegelt sich der Mount Rainier perfekt im Wasser, ein phantastischen Motiv. Leider erwischen wir den See nicht ganz ruhig. Man sollte wohl sehr früh morgens da sein, dann ist am wenigsten Wind. Jetzt ist es schon halb eins und der Wind ist nicht stark, aber stark genug, um die Spiegelung nicht perfekt sein zu lassen.

Dann kommen wir hinauf zum Visitor Center in Paradise. Wir schauen uns die Ausstellungen an, essen dann noch einen Burger vor Ort, bevor wir einen den kleinen Altavista Trail in Angriff nehmen. Eigentlich müsste man bei diesem Wetter sich viel mehr Zeit nehmen und hier auch einmal eine längere Wanderung machen -

Narada Falls

Narada Falls

zumindest bei diesem Wetter ist es ein phantastischen Erlebnis. Immer wieder zieht der Berg den Blick auf sich, das Panorama ist unglaublich und die nun im Indian Summer bunten Sträucher und Bäume bilden den passenden Kontrast zu der gelben Sonne auf blauem Himmel.

Gut eine Stunde nehmen wir uns Zeit, eigentlich viel zu wenig, aber wir wollen den Rest der Parks ja auch noch sehen und heute abend nicht zu spät in Packwood sein. Zwar haben wir das Motel von zu Hause aus schon per Internet gebucht (es ist Samstag und Seattle nicht weit, da wird einem geraten, schon vorher eine Übernachtung fest zu machen), aber wir kennen uns ja nicht so genau aus, und es wird ja auch schon früh dunkel.

Die Narada Falls erleben wir dann mit einem wunderschönen Regenbogen. Danach geht es ins Museum in Longmire, bevor wir uns auf den Weg zurück machen. Über den HW 123 und den HW 12 verlassen wir den Park wieder und erreichen Packwood. Das Motel finden wir recht schnell in diesem Nest, dass nur aus ein paar Häusern am Straßenrand besteht. Mit Sicherheit leben die wenigen Übernachtungsmöglichkeiten hier auch vom Blick, den man von hier auf den Mount Rainier hat. Auf der anderen Seite ist der Mount St. Helens fast ebenso nah, und so ist das Nest idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu beiden Bergen.

Regenbogen an den Narada Falls

Regenbogen an den Narada Falls

Dann wollen wir noch etwas Essen gehen, was leichter scheint als es ist. Die Pizzeria sieht ja ganz nett aus, aber das Plastik-Ambiente drin mit Bahnhofs-Flair ist nicht unser Ding, und es riecht auch nicht gerade lecker. In dem anderen Restaurant ist All-you-can-eat Buffet heute abend, aber so hungrig sind wir nicht dass sich das Geld dafür lohnen würde. Bleibt noch ein Schuppen, der schon ein wenig schummrig aussieht. Hätten wir eine Alternative gehabt, ich weiß nicht, ob wir dann rein gegangen wären. Aber so schlecht ist der Schuppen nicht. Hat ein wenig von Cowboy-Flair und Spielhölle, aber es gibt selbst gemachte Burger und Bier, und das wirklich gut und preisgünstig. Aus der Jukebox tönt Musik, richtig klischeehaft wie in den Songs von Bob Seger. Hat was...

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Tag 7:
27.9.2003

Strecke:
Yakima nach Packwood
(147 Meilen)

Wetter:
Strahlender Sonnenschein

Bundesstaaten:
Washington

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