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Südschleife im Yellowstone NP

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Das Lower Geyser Basin

Das Lower Geyser Basin

Bevor wir heute auf die Südschleife starten, um so bekannte Sehenswürdigkeiten wie Old Faithful in Augenschein zu nehmen, sehen wir uns noch das Grizzly- und Wolfsgehege an, das nur ein paar Schritte von unserer Lodge entfernt liegt. Laut Reiseführer ist es selbst dann einen Abstecher wert, wenn man nicht direkt in West Yellowstone vorbeikommt. Dort kommen wir zunächst bei den Wölfen vorbei - und wie auf Kommando fangen sie an zu heulen. Erst einer, dann nacheinander alle im Chor... Irgendwie beeindruckend, gerade so, als ob sie sich mit ihren in Freiheit umherstreifenden Kameraden verständigen wollten. Wir beobachten sie eine Weile auf der Suche nach ein paar hübschen Bildern, die wir letztendlich auch bekommen. Dann geht es rüber auf die andere Seite zu den Bären.

Bakterien bei Silex Spring / Fountain Paint Pot

Bakterien bei Silex Spring / Fountain Paint Pot

Die gibt es nach Zeitplan - um die Bären nicht zu überfordern und sie zwischendurch immer wieder zu beschäftigen, gibt es nacheinander meist zwei oder drei zu sehen. An der Tafel steht geschrieben , zu welcher Zeit man es mit welchen Bären zu tun hat - alle sind dort mit Namen verzeichnet. Beim Wechsel wird neues Futter versteckt, das sich die Bären dann suchen müssen. ABM für Bären sozusagen... Bei den ersten Bären sollen wir nicht so nah ans Gehege gehen, bedeutet uns die Tierpflegerin - die Tiere sind wohl noch jünger und nicht so an die Touristen gewöhnt. Bei der nächsten Rund dürfen wir dann etwas näher ran. An diesem Morgen ist es übrigens wirklich kalt: Die Feuchtigkeit auf ein paar Holzplanken ist gefroren, wir hatten also Bodenfrost. Na gut, es ist Ende September und wir befinden uns in West Yellowstone immerhin auf 2000 Meter Höhe und die Nacht war sternenklar.

Dann machen wir uns auf den Weg. Den Weg bis zur Madison Junction kennen wir bereits. Wir fahren in den Firehole Canyon Drive an den

White Dome Geyser im Firehole Lake Drive

White Dome Geyser im Firehole Lake Drive

Wasserfall und sehen kurz später in der Ferne schon das Lower Geyser Basin mit seinen Dampfsäulen. Im Gras davor liegen die Büffel. Weiter geht es zum Fountain Paint Pot und durch den Firehole Lake Drive. Dort sind wir zur richtigen Zeit am falschen Ort: Während wir in dieser Schleife an einem der Geysire stehen, die gerade still sind, bricht gerade der nächste in der Runde aus: Aus der Ferne holen wir schnell alles aus dem Tele raus, dann springen wir ins Auto, aber bis wir dort ankommen, ist der Spuk leider schon wieder vorbei - Mist! Aber auch aus der Entfernung war das recht eindrucksvoll... ein wenig weiter liegt im Midway Geyser Basin der Grand Prismatic Spring. Wenn man in Bildbänden Bilder vom Yellowstone NP sieht, dann ist diese heiße Quelle garantiert dabei - allerdings dann aus der Luft fotografiert. Die kreisrunde Quelle mit dem klaren blauen Wasser und den farbigen Rändern aus Bakterien, die in dieser extremen Umgebung ihr Auskommen finden, misst 100 Meter im Durchmesser. Ein paar meiner schönsten Yellowstone Bilder entstehen hier: Blaues Wasser, blauer Himmel und dazwischen die farbigen Ränder und Ablagerungen.

Der berühmte Old Faithful Geysir

Der berühmte Old Faithful Geysir

Von hier ist es nicht mehr weit bis zu dem Symbol schlechthin für den Yellowstone: Old Faithful. Er ist zwar weder der spektakulärste Geysir im Park noch der Welt, aber er macht eben seinem Namen alle Ehre. Mit großer Regelmäßigkeit und in relativ kurzen Abständen bricht er aus und ist damit ein immer wieder lohnendes Ziel.

Bei uns ist es natürlich so wie zu erwarten: Wir suchen gerade einen Parkplatz auf dem weitläufigen Gelände, als er ausbricht! Also heißt es erst mal etwa 75 Minuten überbrücken bis zum nächsten Ausbruch. Wir vertreiben uns die Zeit in den verschiedenen Gift-Shops und im Visitor Center, wo auch die vorhergesagten Zeiten der nächsten Ausbrüche angeschlagen stehen.

Einige Zeit vor dem nächsten Ausbruch (der nächste wird mit einer Abweichung von ca. 10 Minuten vorhergesagt) sichern wir uns einen der besten Plätze am Geysir. Alles lauert gespannt auf den Ausbruch, der auch absolut pünktlich stattfindet. Schnell gewinnt die Wasser- und Dampfsäule an Höhe. Mit zunehmender Dauer sinkt der Druck aus der Tiefe und damit die Säule dann wieder in sich zusammen bis es nur noch dampft. Etwa 5 Minuten dauert das Schauspiel.

West Thumb Geyser Basin

West Thumb Geyser Basin

Danach geht es über den Craig-Pass in über 2500 Meter Höhe, wobei wir zweimal die Continental Divide - die amerikanische Wasserscheide - passieren. So gelangen wir dann zum über 2300 Meter hoch gelegenen Yellowstone Lake und zum West Thumb Geyser Basin, das direkt am See liegt. Einige Quellen und Schlote stehen sogar direkt im Wasser. Wir treffen auf den uns schon bekannten Mix aus bunten Quellen, blubbernden Schlammlöchern, milchigen Tümpeln, weißer Caldera, abgestorbenen Bäumen und dem schwefeligen Geruch. Manchmal möchte man am liebsten in das tiefklare Wasser springen, aber ob das wirklich so gesund ist?!? Manche Quellen sind sicher ein wenig heiß und was da so alles drin gelöst ist, möchte ich auch nicht wirklich wissen... Ist bestimmt nicht immer der Haut zuträglich. Für’s Auge jedenfalls bietet West Thumb einiges, und einige wirklich schöne Bilder entstehen hier. Nun geht es entlang des Yellowstone Lakes zur Fishing Bridge, die ihren Namen aus einer Zeit hat, als hier die Angler dicht an dicht standen und Forellen aus dem Yellowstone River kurz vor der Mündung in den See gefischt haben. Allerdings hat das damals die Bestände wohl so stark dezimiert, dass man das Fischen auf der Brücke verbieten musste. Ein hübsches Plätzchen ist geblieben.

Bisons am Yellowstone River

Bisons am Yellowstone River

Danach geht es entlang des Yellowstone Rivers nach Norden. Wir kommen wie vorhergesagt an einigen nicht kleinen Bison-Herden vorbei (am Mud Volcano und ein wenig später am Otter Creek), sehen uns den Mud Volcano und die Sulphur Caldron an, bevor wir am späten Nachmittag Canyon Village erreichen. Dieser Ort heißt so, weil der Yellowstone River dort einen tiefen Canyon in das weiche, gelbliche Gestein gefräst hat - inklusive eines 94 Meter hohen Wasserfalls. Das gelbe Gestein gab übrigens dem ganzen Nationalpark seinen Namen. Zunächst war das Gebiet unter Yellow Rock bekannt, später in Yellowstone umbenannt. Und so erhielt der Park seinen Namen. Wir sehen von zwei Seiten aus in den Canyon hinein, u.a. vom Artist Point und Inspiration Point. Leider ist es die falsche Tageszeit, denn so blicken und fotografieren wir in die Sonne hinein. Trotzdem ist es ein fantastischer Platz, den man unbedingt gesehen haben muss.

Grand Canyon of the Yellowstone - Lower Falls

Grand Canyon of the Yellowstone - Lower Falls

Von hier aus geht es dann an der Nahtstelle zwischen Nord- und Südschleife wieder zurück nach Norris. Eigentlich wollten wir dieses Stück schon gestern abfahren, aber da war ja der Dunraven Pass zu, so dass wir anders herum wieder zurück mussten. So fahren wir in die tief stehende Sonne hinein zurück über Norris und die Madison Junction.

Irgendwo zwischen dem Canyon und Canyon Village erleben wir noch, wie eine Herde Bisons die Straße passiert und den gesamten Verkehr lahm legt. Ein paar Tiere trotten gemütlich von links nach rechts über die Straße, andere blockieren sie einfach und ein paar Nachzügler kommen unter dem Donnern ihrer Hufe zwischen den Bäumen angetrabt, bevor auch sie von einer Seite auf die andere wechseln.

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Tag 4:
24.9.2003

Strecke:
Yellowstone NP,
Südschleife
(140 Meilen)

Wetter:
strahlender Sonnenschein

Bundesstaaten:
Montana, Wyoming

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