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Uwe Logemann

Letzte Änderung:
21.02.2020

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Seit: 31.12.2004
 

Die Hauptstadt Valletta

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Valletta mit der Kirche Our Lady of Mount Carmel von der Fähre aus

Valletta mit der Kirche Our Lady of Mount Carmel

Um halb acht stehen wir auf – wie so oft im Urlaub eine gute Zeit, die wir auch dieses Mal mit einer Ausnahme durchhalten. Die Dusche teste ich als erster. Die positive Überraschung: Sie ist richtig gut! Und solange man den Schimmel an der Decke großzügig übersieht, geht der Tag dann auch gut los. Warmes Wasser von oben, nicht zu knapp und mit guter, konstanter Temperatur. Das Frühstück entspricht den Erwartungen an ein “erweitertes kontinentales Frühstück”: Toast, Rosinenbrot, maltesisches Brot, (etwas süße) Brötchen, drei Sorten Marmelade, Müsli, salziger Käse, Wurst (die mich nicht besonders anmacht), Tee, Kaffee und Saft aus dem Automaten (der wie in den USA schmeckt: gut, kräftig, nicht dünn – und trotzdem aus Konzentrat).

Valletta von der Fähre aus

Das City Gate direkt an Vallettas Busbahnhof

Der Kaffee ist schon wie an Bord der Air Malta etwas gewöhnungsbedürftig, nach zwei Tagen werde ich auf Tee umsteigen (da die Briten ja hier waren muss der Tee eigentlich besser sein!).

Da unsere Alltours-Betreuerin um 10 Uhr ins Hotel kommt haben wir noch etwas Zeit. Wir schlendern also die Promenade von Sliema entlang in Richtung Valletta. Nicht weit, aber wir machen die ersten Bilder bei strahlendem Sonnenschein. Kurz vor 10 sind wir zurück und nehmen in der Lobby Platz. Nach ein paar Minuten ruft mich jemand an der Rezeption ans Telefon: es ist die Alltours Frau. Die hat noch was zu erledigen und ihr Büro ist im übrigen direkt im Hotel – na dann.

Trubel tagsüber in Vallettas Straßen

Trubel tagsüber in Vallettas Straßen

Wir quatschen mit ihr eine Weile während sie uns unter anderem den Busplan Maltas erklärt. Für Gozo empfiehlt sie uns ein Auto, da sie uns das zutraut (meint sie das ernst?!? Malta hat Linksverkehr!!!). Wir erklären ihr aber auch, dass wir daran dachten, vier Tage ein Auto zu mieten, um auch die abgelegenen Ziele zu erreichen und quer fahren zu können, was unserer Ansicht nach Zeit spart. Sie redet uns das auch nicht aus und macht uns einen Preisvorschlag und gibt Tipps, was wir beachten sollen, wenn wir selbst nach einem Wagen suchen (z.B. über das Angebot an der Rezeption, die haben da ein Angebot aushängen).

Auch gibt sie uns den Tipp, uns spätestens am Montag um das Hypogäum zu kümmern (Zitat: “Ich hoffe, ihr wollt da nicht etwa hin?!?”). Dass der Rat, sich zügig um das Thema zu kümmern, mehr als berechtigt ist, werden wir noch feststellen.

Gegen 11 Uhr machen wir uns zu Fuß auf nach Valletta mitten durch Sliema. Wir finden wahrscheinlich nicht den direktesten Weg, aber richtig verlaufen kann man sich eigentlich nicht.

St.John's Co-Cathedral

St.John's Co-Cathedral

Am Hafen angekommen nehmen wir die Passagierfähre im Löwenbräu-Design nach Valletta (35 Cents). Überhaupt haben im Hafen viele Schiffe dicke - nicht zu übersehende - Werbung auf dem Rumpf prangen. Zunächst bahnen wir uns den Weg zum Busbahnhof vor dem City Gate und ergattern an der Information einen Busfahrplan. Der Busbahnhof liegt direkt um den um 1950 von Vincent Apap geschaffenen Tritonenbrunnen und wirkt für unsere Augen recht chaotisch. Auch stehen nicht alle Busse dort, wo sie im Plan verzeichnet sind – aber man findet sich schnell zurecht. Neben den Bussen und der Information findet man dort auch kleine Stände mit Snacks und Souvenirs. Das City Gate ersetzte 1968 das aus dem 16. Jahrhundert stammende Stadttor – ein umstrittener, monumentaler Neubau.

Im prunkvollen Grand Master’s Palace

Im prunkvollen Grand Master’s Palace

Die Straßen in Valletta sind heute (Samstag) rappelvoll. Laut Alltours-Betreuerin soll das jedoch gegen 16 Uhr schlagartig anders werden… dann werden die Bürgersteige hochgeklappt – wir werden sehen.

Wir laufen die Republic Street hinunter. St. John’s Co-Cathedral, die wir aufgrund der kurzen Distanzen erst knapp verpassen und zu der wir dann zurücklaufen, macht leider gerade zu. Das Schild sagt, dass sie heute auch nicht mehr öffnet (keine Öffnung am Nachmittag) – aber der Führer, der herauskommt,

Siege Bell Memorial an den Lower Barraca Gardens

Siege Bell Memorial

sagt einem anderen Touristen, der mir wegen seiner D70 auffällt, die Kirche würde um 16 Uhr wieder öffnen. Nun ja, vielleicht probieren wir es noch.

Es geht weiter über den Great Siege Square, den Republic Square (wo es einige nette Straßencafés gibt), den Palace Square zum Grand Master’s Palace. Letzterer ist äußerst eindrucksvoll. Reichtum ohne Ende. Ritterrüstungen, reich verzierte Decken, Samt, prunkvolle Säle und Sitzungsräume – sehenswert!

Weiter zum Manoel Theatre, über Our Lady of Mount Carmel, die das weithin sichtbare Wahrzeichen Vallettas darstellt, St. Paul’s Cathedral, Auberge D’Aragon. In der Nähe von St. Sebastian Bastion essen wir mit Hafenblick in einer

Typischer Straßenzug in Valletta

Typischer Straßenzug in Valletta

kleinen Snackbar etwas zu Mittag (Omelette & ein Heineken für 2,85 LM). Dann dringen wir unerlaubterweise ins Fort St. Elmo ein, bis wir von einem Polizisten der Polizeistation, die dort untergebracht ist, höflich nach draußen komplimentiert werden.

Weiter geht es zu den Lower Baracca Gardens mit Blick auf das Bell Siege Memorial. Über die Old University laufen wir weiter zur Kirche St. Paul’s Shipwrecked. Danach kehren wir am Republic Square ein und gönnen uns einen Eiskaffee. Danach haben wir in St. John’s Co-Cathedral tatsächlich Glück – die Kirche ist offen und ein Block hinein in die fast schon überladene Kirche mit den Marmor-Grabplatten der Ritter ist schon etwas Besonderes.

Danach weiter zu Our Lady of Victories und St. Catherines, Castille Place, Auberge de Castille, Léon et Portugal und den unvermeidlichen und vor allem lohnenden Upper Baracca Gardens mit ihrem grandiosen Blick über den Grand Harbour rüber zu den Three Cities Vittoriosa, Senglea und Cospicua.

Valletta von der Fähre aus

Blick von den Upper Barracca Gardens nach Vittoriosa

Dann laufen wir kreuz und quer zurück zur Fähre. Um 17:45 Uhr fahren wir zurück nach Sliema. In einem Supermarkt auf dem Weg kaufen wir noch etwas ein – unter anderem einen recht billigen Vorrat an Ur-Krostitzer. Verschwitzt kommen wir um Hotel an, eine Dusche macht uns dann wieder fit. Nach den täglichen Notizen machen wir uns wieder auf nach St. Juliens. Wir landen wieder im Rafael, wobei heute dank Festa alles voll ist – gnadenlos voll. Wir müssen warten, bis wir einen Tisch angewiesen bekommen. Eigentlich soll das Feuerwerk heute laut der Alltours-Betreuerin heute direkt vor unserem Hotel sein (und das Fest bis Montag gehen), aber das Feuerwerk zündet wieder in St. Juliens.

Die Fähre von Sliema nach Valletta im Löwembräu-Design

Die Fähre von Sliema nach Valletta im Löwembräu-Design

Wir machen noch ein paar Nachbilder (Kameras und Stative hatten wir vorsichtshalber mitgenommen), auch von den Feuerräder am Wasser. Kurz nach 12 Uhr fallen wir ins Bett.

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Zusatzinformationen

Valletta ist die Hauptstadt der Republik Malta und hat knapp 10.000 Einwohner. Benannt ist Valletta nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette, der am 28.3.1566 den Grundstein legte. Tagsüber ein Tourismus-Zentrum ist die Hauptstadt abends wie ausgestorben - Restaurants, Bars und Hotels befinden sich hauptsächlich in den nahegelegenen Orten Sliema und St.Juliens (und dort besonders im Stadtteil Paceville), in die Valletta mit seinen Vororten nach Norden hin nahtlos übergeht. Vallettas Straßen sind schachbrettartig angeordnet - revolutionär für die damalige Zeit.

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Tag 2:
28. August 2004
(Samstag)

Wetter:
strahlender Sonnenschein, heiß