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Am Crown Point Vista House
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Showdown... heute ist unser letzter Tag. Wir wollen ihn nutzen, um die Columbia Gorge und den Hausberg von Portland, den Mount Hood, zu besuchen. Die Idee hierzu stammt von Sabine und Tony. Und wir sind
für solche Tipps natürlich offen. An das Wetter am Morgen haben wir uns bereits gewöhnt und lassen uns auch davon nicht mehr schrecken. Und auch heute wird die Rechnung letztendlich aufgehen.
Der erste Stopp ist das Crown Point Vista House. An dieser Stelle wirkt das Tal des Columbia Rivers in etwa wie das Rheintal bei Bingen. Bezeichnenderweise gibt es
ein paar Meilen weiter tatsächlich ein Städtchen Namens Bingen. Ob das Zufall ist? Leider ist heute morgen noch alles im Dunst. Nun ja, wir leben damit, und liefern uns eine Art Rennen mit
einem Bus voller japanischer Touristen. Irgendwann lassen wir sie dann hinter uns.
Auf dem HW 30 bewegen wir uns parallel - langsamer und gemütlicher - zum I-84 entlang des Columbia Rivers. Wir kommen zunächst zu den Latourell Falls, die schon ganz beeindruckend sind.
Weiter geht es zu den Bridal Veil Falls, zu denen man etwas laufen muss, die für mich aber nicht so schön sind wie die Latourell Falls. Der dritte im Bunde ist der berühmteste, und sicher auch der
schönste: Multnomah Falls. Eigentlich ist es eine Kaskade von zwei Wasserfällen: Der obere überbrückt 165 Meter, der untere ist kleiner (21 Meter) - zusammen also fast 190 Meter, recht
imposant also. Zwischen den beiden Fällen spannt sich eine kleine Brücke, die man auf den Bildern von diesem Wasserfall auch immer wieder sieht. Danach haben wir von Wasserfällen aber genug und
lassen weitere, auf dem Weg liegende Fälle aus.
Wir fahren weiter und erreichen ein paar Meilen später den Bonneville Dam. Eine Staudamm, Staustufe, Wasserkraftwerk und Fischtreppe in einem. Der Staudamm ist mit einer Leistung
von einem Megawatt der größte Energielieferant der Region. Gleichzeitig befindet sich aber auch eine Fischtreppe am Staudamm, so dass Forellen und Lachse auch weiterhin den Fluss hinaufkommen.
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Surfer auf dem Columbia River
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Im Untergeschoss der Anlage des Visitor Centers auf Bradford Island erfährt man viel über Fischzucht, die Fische des Flusses und kann sie auch durch Glaswände sehen, wie sie durch die Fischtreppe wandern. Sie werden auch
hier gezählt - Statistiken über die gezählten Fische pro Saison hängen aus, nach Fischarten getrennt.
Über die Bridge of the Gods wechseln wir die Flussseite und gelangen so von Oregon noch mal kurz nach Washington. Ziemlich direkt nach der Brücke kommt man am “Columbia Gorge
Interpretive Center Museum vorbei” - eine Art Kultur- und Industriegeschichtliches Museum mit einigen interessanten Exponaten - z.B. der historische Fischfanganlage. Im Grunde nach dem
Prinzip einer Spirale aufgebaut werden die Fische aus dem Wasser in die Spirale befördert, wo sie immer weiter ins Innere der Spirale gelangen, bis sie am Ende an der Achse hoch über dem Wasser
ankommen und dort ausgeworfen werden. Wer schon mal die Ziehung der Lottozahlen beobachten hat, weiß ungefähr, wie das ganze aussieht. Ein Mitarbeiter erklärt den wenigen Besuchern
heute die schönsten Exponate im Detail, so auch diese Fischfanganlage und eine große Dampfmaschine, und erzählt auch viel über die Geschichte der Region, die Indianer, deren Land
das einmal war, und die Veränderungen seither.
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Der Mount Hood vor den Toren Portlands
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Wir fahren weiter, das Wetter ist inzwischen richtig schön und sonnig geworden. Entlang der Bahnschienen und dem Fluss fahren wir weiter, durchqueren das Windsurf-Revier am Fluss, bevor wir kurz vor Bingen den
Columbia River wieder überqueren und nach Hood River kommen. Dort suchen wir uns was zu Essen und landen wieder in einer kleinen, hübschen Microbrewery gönnen uns ein Bier und einen großen Burger (nicht der übliche
Quarterpounder, da war doppelt so viel Fleisch drauf!).
So gestärkt nehmen wir den letzten Teil in Angriff - den Mount Hood. So fahren wir dann den HW 35 entlang um den Berg nach Süden, und stechen dann hoch zur Timberline Lodge.
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Oben an der Timberline Lodge
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Der Mount Hood ist das Skigebiet vor den Toren Portlands. Er ist etwas mehr als 3400 Meter hoch und eigentlich sollte man hier auch im Sommer Skifahren können. Dieses Jahr ging das aber mit
Sicherheit nicht. Kein Krümel Schnee liegt oben auf den Skianlagen, nur ganz oben in der Gipfelregion kann man einige Schnee- und Eisreste ausmachen. Offensichtlich war es auch hier in diesem Sommer
viel zu warm. Matthias schaut sich die Timberline Lodge von innen an, während ich noch ein wenig höher kraxele und versuche, einen Blick in Richtung Portland zu erhaschen, was mir aber nicht gelingt.
Ich hätte noch viel höher steigen müssen. Das lassen wir aber aus Zeitgründen. Wir wollen nicht zu spät zurück sein, um noch den Abend mit unseren Gastgebern verbringen zu können und noch
genug Zeit zum Packen zu haben. So fahren wir wieder hinunter und zurück nach Portland.
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