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Marsaxlokk (oder kurz: M’xlokk)
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Mit dem Bus (Linie 68, 15 Cent) fahren wir nach Valletta. Leider sehe ich rein gar nichts, denn die Decke des alten Busses ist tief und der Bus voll – ich muß stehen. Für Matthias ist
die Luft über dem Kopf schon eng. Aber es ist ein Erlebnis – Fenster offen, keine Tür – solche Busse haben was.
Der Bus der Linie 27, in den wir am Busbahnhof in Valletta einsteigen, ist wesentlich neuer – leider gehen da die Fenster nicht so schön auf. Das ist
nicht lustig, denn der Bus wartet noch ein paar Minuten in der Sonne, und die knallt heute vom Himmel. Im Bus ist nun Sauna angesagt.
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Kuppel der Kirche Our Lady of Pompei in M’xlokk
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Im Fischerort Marsaxlokk (kurz M’xlokk) ist heute Markt. Hier gibt es alles – von frischem Fisch, Obst, Gemüse und Gewürzen bis Haushaltswaren, Kleidung, Schuhe, Trödel und Souvenirs. Er ist recht
groß und erstreckt sich über fast die gesamte Hafenpromenade. Wir schlendern von einem zum anderen Ende und zurück, dabei halten wir auch schon Ausschau nach einem Restaurant für’s Mittagessen – in
M’xlokk soll man gut Fisch essen können. Im Harbour Light, einem Restaurant mit einer Strandbar davor, werden wir fündig .- eine Fischplatte mit French Fries für
3,95 LM – das scheint uns okay. Der Fisch ist auch gut und reichlich, und das Pint Löwenbräu (übrigens nicht importiert sondern auf Malta gebraut) dazu schmeckt auch.
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Our Lady of Pompei mit der Maria
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Der Rest von M’xlokk ist außer der weithin sichtbaren Kirche Our Lady of Pompei nicht besonders interessant. Die Besondereit dieser Kirche findet sich zwischen den Türmen: Die Maria
dort steht in einem Boot. Wir schlendern noch kurz durch ein paar Straßenzüge, dann steigen wir in den Bus zurück nach Valletta.
Gegen 1330 Uhr fahren wir zurück in Valletta und dann sofort weiter nach Sliema an den Hafen. Dort lösen wir die Tickets für die
Hafenrundfahrt (Harbour Cruise, Captain Morgan Cruises). Die Fahrt führt uns durch den Sliema Creek, Lazaretto Creek, Msida Creek (da liegt ein Dreimaster, der mal Erol Flynn gehört hat und in dem
nun ein Restaurant und eine Bar ist), Pieta Creek, durch den Marsamxett Harbour vorbei am Fort St.Elmo in den Grand Harbour, Marsa Creek, French Creek, vorbei an Senglea und
Fort St.Michael in den Dockyard Creek mit seinen Werften, an Fort St.Angelo vorbei in den Kalkara Creek, durch den Rinella Creek zum Fort Ricasoli. Dann geht es zurück, vorbei am
Fort Tigné nach Sliema zurück. Lohnend ist das auf jeden Fall.
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Typischer Bus in Vallettas Busbahnhof
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Nach dem wir zurück sind, muß ich das erste Mal Geld am Automaten ziehen – kein Problem hier, eine Bank of Valletta (BOV) ist direkt am Hafen. Wir trinken noch einen Eiskaffee an der Promenade, dann laufen wir an
der Promenade zurück zum Hotel.
Im Hotel machen wir zunächst den Mietwagen klar. Ein paar Dinge auf dem Schild mit dem Angebot waren mir nicht sofort klar, die lasse ich mir (auf Englisch, wie üblich) – es ging um die
Selbstbeteiligung, die hier 100 LM beträgt (für 4 Tage wollen sie 24 LM, das ist wenig). Ich frage noch generell, wie das mit der Versicherung aussieht und bekomme es erklärt. Auch dass es meist für 2 LM mehr eine
Vollkasko ohne Selbstbeteiligung geben soll.
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Dreimaster, der mal Erol Flynn gehörte
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Das klingt gut und wir beißen an. 2 LM sollen wir schon mal bei der Rezeption als Anzahlung hinterlassen. Die Dame an der Rezeption macht mir ein Telefongespräch mit dem Vermieter. Für 2 LM mehr reduziert sich die
Selbstbeteiligung auf 50 LM, für 3 LM mehr ist es ganz ohne. Das gefällt uns. Klimaanlage wollen wir nicht, die soll recht teuer sein, dass sagte unsere Alltours-Betreuerin schon. Soweit alles klar.
Dann meint die Dame an der Rezeption: “Where do you come from? Germany?”. Ich antworte: ”yes, we’re German”. Sie: ”Na gut, dann können wir uns das sparen
- ich bin auch Deutsche!”. Aaah! Sie meint, ich hätte das two-o-three für die Zimmernummer so akzentfrei rübergebracht, dass sie nur einen kleinen Verdacht geschöpft hätte. Als wir uns dann
untereinander deutsch unterhalten haben,
fiel dann wohl der Groschen. Nun, sie heißt Barbara, und das Eis ist jetzt sowieso gebrochen. Von Landsmann zu Landsfrau holen wir uns jetzt noch Tipps zu Land, Leuten und so weiter. Ihr Mann arbeitet gegenüber als Koch
in einer der Strandkneipen. Unbedingt – so gibt sie uns auf den Weg – sollen wir an den Dingli Cliffs im Bobbyland Kaninchen essen, das sei köstlich. Wir nehmen den Tipp, den wir auch in unseren Reiseführern finden, dankend
an.
Morgen um 9 Uhr jedenfalls sollen wir das Auto bekommen. Auf der Dachterrasse des Hotels, von der aus man einen erstklassigen Blick über die Balluta Bay und Spinola Bay
hat, machen wir noch ein paar Bilder und beschließen, dass wir das an einem Morgen noch einmal wiederholen müssen – dann steht die Sonne besser.
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Wachposten in Senglea
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Etwas später knallen die Böller wieder – diesmal von eine schwimmenden Plattform vor der Spinola Bay. Die Böller explodieren mit solchem Lärm, dass ich mich frage, was
die da in die Luft jagen – ein Kilo TNT vielleicht?!?
Abends gehen wir ins Snoopy’s, das direkt um die Ecke liegt – auch ein Tipp von Barbara. Wir sollen einen Gruß von ihr bestellen, mit etwas Glück gibt es dann auch ein
Getränk umsonst. Das klappt zwar leider nicht, aber der Tipp war gut – recht stilvoll, mit Bildern vieler Stars der 40er, 50er und 60er geschmückt, ein wenig eng, dafür gutes Essen – Einheimische scheinen hier auch zu
verkehren, ein gutes Zeichen. Leckere Tortellini mit Pilzen, Speck, Knobi und Zwiebel bestelle ich. 3 LM kostet das plus 1 LM für das Pint. Das ist ein fairer Preis. Danach schlendern wir die Promenade entlang zum
Sliema Point. Dort ist ein Mexikaner, in den wir noch mal einkehren und uns noch das ein- oder andere Bier gönnen und dabei noch ein wenig Zusammenfassung von den Olympischen Spielen im Fernsehen verfolgen. Gegen halb
eins sind wir zurück und fallen ins Bett.
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