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Letzte Änderung:
24.01.2010

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Jouchtas und Hinterland von Iraklion

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Tag 10

Nekropolen von FourniMorgens kommt von Westen das gute Wetter, die Wolken scheinen abzuziehen. Wir beschließen, heute die Weinberge im Hinterland von Iraklion zu erkunden. Wir fahren also wie schon öfter die New Road in Richtung Iraklion und biegen dann ab - dabei lassen wir Knossos, das wir am letzten Tag besuchen wollen, im wahrsten Sinne des Wortes links liegen.

Zunächst wollen wir die Nekropolen von Fourni besichtigen. Wir wissen, daß wir dabei auch ein Stück Schotterpiste vor uns haben. Das Wort ‘Schotterpiste’ ist allertdings mehr als untertrieben: Durch den Regen von gestern ist alles extrem aufgeweicht, die Fahrt 2 Kilometer hoch vom Dorf gleicht einer Rallye - inklusive Drifts auf matschigem Untergrund. Das ist eine der Strecken, bei der ich froh bin, am Steuer eines Mietwagens zu sitzen - mit meinem Auto hätte ich das wohl nicht gemacht!

Schließlich kommen wir doch an - wir sind mutterseelenallein auf dem Vorplatz zu dem umzäunten Gelände. Die bis zu 2500 Jahre alten Ruinen sagen uns aber nicht sehr viel. Wir sehen uns kurz um und machen ein paar Bilder. Aber unser Wissen und unsere Vorstellungskraft reichen trotz Reiseführer nicht aus, um in den Ruinen irgendetwas konkretes zu erkennen. Trotzdem ist diese Stätte laut Reiseführer die größte entdeckte Nekropole Kretas. Anemospilia

Ähnliches wiederfährt uns bei Anemospilia, das ca. 3 km außerhalb von Archanes am Nordhang des Jouchtas liegt. Diese Ruinen sind deshalb so wichtig, weil man glaubt, dort die entscheidenden Beweise dafür gefunden zu haben, daß es bei den Minoern Menschenopfer gab. Die Beweise sind einleuchtend, zweifelhaft ist aber, ob das eine einmalige Tat im Angesicht einer großen Katastrophe oder gängige Praxis war. Wir sind auf dem Weg, der wieder jeder Beschreibung spottet - steil, steinig, eigentlich etwas für Geländewagen und nicht für einen Renault Clio, nicht ganz sicher, ob wir zu der Stätte überhaupt hineinkommen. Mein Reiseführer sagt zwar, das Tor sei immer offen, aber der von Matthias hat recht - das Tor ist zu! Dafür haben wir einen schönen Blick bei nicht so schönem Wetter auf Iraklion.Archanes

Archanes am Fuße des Berges unterhalb von Anemospilia ist ein nettes Dorf mit handgemalten Schildern an den Geschäften. Wir vertreten uns dort etwas die Füße und machen ein paar Bilder, bevor wir wieder ins Auto steigen und die nächste Statio unserer Rundreise ansteuern.

Danach wollen wir auf den Hausberg von Iraklion - den 811m hohen Jouchtas. Auch hierauf verdient die Straße diese Bezeichnung nicht. Aber man hat von oben eine sehr gute Rundum-Sicht. Leider hängen die Wolken schon wieder tief, die Sonne ist weg. Bei schönem Wetter ist das mit Sicherheit ein gigantischer Blick. So ist es leider windig und sehr frisch.

Also bleiben wir nicht lange und fahren weiter nach Vathipetro. Dort soll eine gut erhaltene antike Weinpresse zu bestaunen sein. Die Weinpresse in Vathypetro ist kleiner als von uns gedacht, aber dafür gut erhalten. Man findet sie in einem kleinen Gebäude auf dem Gelände.

Direkt vor dem Wegfahren sehen wir noch das Paradebeispiel eines deutschen Mietwagenfahrers samt Family in seinem Corsa 1.0, der es besser hätte bleiben lassen sollen - Wenden auf Feldwegen und Anfahren am Berg gehören nicht eben zu seinen Stärken. Die arme Kupplung...

JouchtasEine ganze Ecke weiter in Kastelli essen wir in der in meinem Reiseführer erwähnten Taverne. Sie ist gut besucht und hat eine wirklich große und abwechslungsreiche Speisekarte. Viele Touristen sind hier und das hat wohl auch seinen Grund. Die Wirtin hat den meine Reiseführer auch zum Verkauf ausstehen (den Ostteil, davon , denn meinen Reiseführer gibt es auch aufgeteilt in einen Ost- und einen Westteil) - ein Schelm, der Böses dabei denkt. Als sie meinen Reiseführer auf dem Tisch liegen sieht, fragt sie natürlich glatt, ob die Beschreibung stimme. Aber die Beschreibung im Reiseführer stimmt meiner Meinung nach, so daß ich keine Höflichkeitslüge auspacken muß, sondern wahrheitsgemäß antworten kann. Weinpresse in Vathipetro

Ein Stückchen weiter ist die Kapelle Agios Pandeleimon mit der Taverne nebendran, wo der Sohn des Hauses sich für den Sohn von Elvis Presley hält und das dem geneigten Touristen angeblich verrät. Wir waren aber schon satt, so daß wir uns nur die Kapella angesehen haben.

Zum Abschluß wollen wir noch nach Malia - nicht um zu baden, sondern um uns die Ausgrabungen am Ostrand der Stadt anzusehen. Wir fürchten aber, daß die Reiseführer recht haben und die Ausgrabungen um 1500 Uhr dicht machen - in diesem Fall haben die Reiseführer natürlich recht und die Pforten sind verschlossen - leider.

Aber es kommt viel schlimmer: Beim Abschließen dreht sich das Schloß der Fahrertür mit in der Tür, und der Schlüssel will nicht wieder heraus! Ich kann weder die Tür schließen, noch den Schlüssel wieder herausziehen. Matthias bekommt ihn zwar raus, aber beim erneuten (etwas leichtsinnigen) Versuch, die Tür abzuschließen, passiert das gleiche. So ein Mist!. Nach längerem Probieren bekomme ich den Schlüssel schließlich und endlich doch wieder heraus und wir beschließen sofort, das Auto am Flughafen zurückzugeben und uns einen neuen Wagen geben zu lassen - schließlich muß ein Auto doch abschließbar sein. Glücklicherweise liegt der Flugplatz in Iraklion auf unserem Weg ins Hotel zurück, also nichts wie hin. Der Typ von Budget schaut sich das an und nickt - wir sollen einen neuen Wagen bekommen: auch einen 1.2l Clio.

Agios PandeleimonWährend ich warte, versucht Matthias den Wagen zu checken. Schlüssel in Zündung, einmal ums Auto herrum, Tür zu - und die Tür ist zu! Fahrertür-Knopf unten, Schlüssel im Zündschloß und Flugtickets im Auto. Das ist doch alles nicht wahr... Nach einiger Zeit gelingt es dem Personal, den Zweitschlüssel aufzutreiben. Wir können fahren.

Was an diesem Auto nicht stimmt: Der Scheibenwischer ist defekt (Gummilippe ist halb ab auf der Beifahrerseite und das blanke Metall kratz auf der Scheibe) und der Fensterheber der Beifahrerseite läßt sich vom Fahrersitz nur herunter aber nicht hochfahren. Das mit dem Scheibenwischer bemerken wir aber zu spät.... unser Reisebüro hatte noch behauptet, die Wagen von DER TOUR seinen alle tiptopp okay - spätestens jetzt sind wir da anderer Meinung!

Wie das mit der Tür passieren konnte, ist uns übrigens auch im nachhinein nicht klar. Wir versuchen es nachzustellen, aber erfolglos. Mit dem zentralen Verriegelungsknopf geht der Knopf der Fahrertür nicht runter, runterdrücken kann man ihn zumindest bei geöffneter Fahrertür nicht. Wie also ist das passiert?!? Ein ungelöstes Rätsel der Menschheit und Stoff für Anekdoten...

Weiter zu Tag 11...

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